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Rhus toxicodendron - Selbstversuch

Rhus toxicodendron (Rhus-t.) -
Arzneimittelbild
rhus-tox_giftsumach_375x202.jpg
  • Die Beschwerden dieses Arzneimittels entwickeln sich durch die Einwirkung von kaltem, feuchtem Wetter (Regen), besonders wenn der Patient vorher erhitzt war und geschwitzt hat. Kommt es dann zu einer Erkältung, zu Grippe und zu Fieber, empfinden die Patienten Schmerzen in den Gliedern, als seien diese lahm, gequetscht oder zerschlagen.
  • Typischerweise bessern sich die Beschwerden durch fortgesetzte Bewegung, obwohl diese zu Beginn durchaus als unangenehm empfunden wird.
  • Diese Besserung durch Bewegung führt dazu, daß der Patient ständig in Bewegung ist. So entsteht der Eindruck einer großen Unruhe, die aber nicht mit der ängstlichen Unruhe von Ars. oder Acon. verwechselt werden darf.
  • Hat der Patient auch Rückenschmerzen, will er auf einer harten Unterlage liegen.
  • Die Beschwerden werden auch durch Wärme gebessert und durch Kälte verschlechtert.
  • Die Zeit der Verschlechterung ist der Abend und die Nacht.
  • Der Schnupfen ist heftig und der Kranke muß häufig niesen (richtige Anfälle). Die Absonderung aus der Nase ist dick, gelb und übelriechend.
  • Im Fieberfrost kann der Kranke das Gefühl von kaltem Wasser haben, das über ihn gespritzt oder gegossen wird.
  • Der Husten ist er trocken, quälend und in der Nacht besonders schlimm (so daß der Kranke nicht einschlafen kann, oder der Schlaf zumindest gestört ist). Er wird schlimmer im Fieberschauer oder wenn der Patient sich abdeckt oder auch nur eine Hand unter der Bettdecke herausstreckt.
  • Rhus-t. wirkt auch auf die Gelenke, Sehen und Bänder. Deshalb kommt es besonders bei Verstauchungen und Zerrungen in Frage.
  • Wie bei den anderen Erkrankungen werden die Beschwerden durch warme Anwendungen und durch fortgesetzte Bewegung gebessert (obwohl die Bewegung anfangs nicht gut tut).
  • Schlimmer werden die Beschwerden durch kalte Anwendungen.
  • Es ist gut geeignet für die Folgen von Überheben, zum Beispiel wenn dadurch Rückenschmerz oder Ischias auftritt.
  • Wie Arn.. paßt es für Zustände nach körperlicher Überanstrengung. Arn. hat im Gegensatz zu Rhus-t. aber Verschlimmerung durch Bewegung und Besserung im Freien.
Selbstversuch mit Giftefeu (Rhus tox.)
rhus-tox_ausschlag_375x202.jpg

Beim Anlegen eines Arzneipflanzen-Schaugartens für Homöopathie wurde ein Selbstversuch zur Veranschaulichung der topischen Giftwirkung von Rhus toxicodendron unternommen.

Ein junger Trieb mit mehreren Blättern wurde intensiv auf die Haut des Unterarmes und des Handrückens gerieben.

2 Tage danach keine sichtbare Wirkung
3. Tag - beginnende Rötung an Handrücken
4. Tag - Bildung kleiner Blasen, Zunahme der Rötung
Auftreten von Juckreiz, besonders intensiv während der Nacht
Die Blasen sind hart und vermitteln bei Berührung einen sonderbaren Eindruck
Rötung und Blasenbildung auf Hautbezirken des Unterarmes, die von der Sonne nicht beschienen wurden
3 Wochen danach intensive Rotviolettfärbung und starker Juckreiz, Abschuppung der Haut
5 -6 Wochen später sind alle Symptome verschwunden
Robert Müntz, Juni 2010

 

Giftsumach, Giftefeu (Rhus toxicodendron, Toxicodendron quercifolium) – Anacardiaceae

Der Milchsaft des Giftsumachs wird an der Luft rasch braun, er hat starke Hautreizwirkung. Der Hauptwirkstoff Urushiol ist auch eines der stärksten natürliche Kontakt-Allergene. Bereits µg führt zu schwersten Entzündungen, die an den Augen Hornhauttrübungen, im Magen-Darmbereich Gastroenteritis und blutige Diarrhöen verursachen kann.
In der Homöopathie ist der Giftsumach ein Basismittel rheumatischer und neuralgischer Erkrankungen.

 

Akute Toxizität von Giftefeu 

Nach peroraler Aufnahme größerer Mengen (z. B. Überdosierungen homöopathischer Zubereitungen) können durch die örtliche Reizwirkung Übelkeit, Erbrechen bis hin zu schweren Koliken und mit blutigen Diarrhöen einhergehende Gastroenteritiden auftreten. Bei sensiblen Personen können selbst homöopathische Verdünnungen (D4 und D6) Blasen- und Pustelbildungen an Gesicht, Hals und Armen hervorrufen. Als resorptive Vergiftungserscheinungen können Schwindel, Benommenheit, Erregungszustände sowie die oben beschriebenen Hauterscheinungen auftreten. Als Ausscheidungsorgane sind die Nieren von der Rhuswirkung betroffen, was sich in Hämaturie und Zunahme, nach höheren Dosen auch Abnahme, der Diurese äußert

Quelle: Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen 2009